Informatik-Nachhilfe online: wenn der Code zum Problem wird
Die Nachricht kam von einer Mutter, an einem Sonntagabend. Ihr Sohn, fünfzehn, in Informatik immer eine solide Zwei. Bis die Klasse anfing, in Python zu programmieren. Auf einmal eine Fünf in der letzten Klassenarbeit – und ein Kind, das den Laptop zuklappt, sobald das Wort „Schleife“ fällt. „Er sagt, er versteht es einfach nicht mehr“, schrieb sie. „Und ich kann ihm nicht helfen, ich habe von dem Zeug keine Ahnung.“
Diese Situation sehe ich ständig. Informatik läuft rund, solange es um Theorie geht. Und kippt in dem Moment, in dem echter Code auf dem Bildschirm steht.
Ich bin Stefan, 28, Softwareentwickler. Tagsüber baue ich als CTO und CISO bei ClickKraft Software, abends bringe ich Kindern und Jugendlichen das Programmieren bei, meistens ab zehn. Ein wachsender Teil davon ist keine Bastelei am eigenen Spiel, sondern schlicht Nachhilfe: für Schüler, bei denen der Programmierteil im Informatik-Unterricht zum Stolperstein geworden ist. Wie ich das angehe, was dabei hilft und wo ich ehrlich gesagt nicht euer erster Ansprechpartner bin – darum geht es hier.
Warum Informatik so oft an genau einer Stelle kippt
Das Fach fängt für viele harmlos an. Ein bisschen Aufbau des Computers, wie das Internet funktioniert, Daten und Dateien. Machbar. Dann kommt der Bruch.
Irgendwann in der Mittelstufe wird aus „über Programmieren reden“ das „selbst Programmieren“. In Bayern zum Beispiel steht ab der neunten Klasse objektorientiertes Denken auf dem Plan: Objekte, ihre Eigenschaften, ihre Methoden, das Ganze zu Klassen zusammengefasst. In der zehnten kommen dann kleine Spiele in Python dazu, oft mit einer Schulumgebung namens TigerJython, und obendrauf Datenbanken mit SQL-Abfragen. Wer es genau nachlesen will, findet das im bayerischen Lehrplan für Informatik schwarz auf weiß.
Und genau hier passiert das, was die Mutter von oben beschrieben hat. Ein Kind, das in Mathe gut ist, das mitdenkt, das eigentlich nicht faul ist, sitzt plötzlich vor einer Fehlermeldung und kommt nicht weiter. Nicht weil es zu dumm wäre. Sondern weil Programmieren eine eigene Denkweise braucht, die im Klassenverbund mit dreißig Kindern in zwei Wochenstunden kaum jemand sauber vermittelt bekommt. Der Lehrer erklärt es einmal an der Tafel, die Hälfte hängt beim zweiten Beispiel schon hinterher, und niemand traut sich zu fragen. So entstehen Lücken. Kleine erst. Dann größere.
Was im Unterricht wirklich drankommt – und was davon mein Ding ist
Reden wir Klartext, damit ihr einschätzen könnt, ob ich zu eurem Problem passe.
Der Programmierteil des Schul-Informatik ist meine Kernkompetenz. Python lese und schreibe ich im Schlaf, kostenlos von python.org ist es ja auf jedem Rechner installiert. Kontrollstrukturen, also Schleifen und Bedingungen, das objektorientierte Zeug mit Klassen und Objekten, kleine Spiele als Übungsaufgabe – das ist buchstäblich das, was ich beruflich tue. Auch Java, das an vielen Schulen für den OOP-Teil genommen wird, gehört dazu. Welche Sprache an eurer Schule läuft, verrät meist ein Blick ins Heft, und ich richte mich danach. Zum Vergleich der Sprachen habe ich in Python für Kinder und im Überblick Programmiersprachen für Kinder einiges aufgeschrieben.
Datenbanken und SQL bekomme ich genauso hin. Das steckt ohnehin in fast jeder Software, an der ich arbeite.
Wo ich ehrlich bin: Bei reiner Theorie ohne Code – Netzwerkschichten auswendig, Zahlensysteme, Rechtsfragen zum Datenschutz – bin ich nicht der Nachhilfelehrer, der euch am meisten spart. Das kann ich erklären, klar. Aber dafür braucht ihr keinen Entwickler, das steht auch gut im Schulbuch. Meine Stärke ist der Teil, an dem die meisten hängenbleiben und an dem ein Buch eben nicht weiterhilft: der Moment, in dem der Code nicht läuft und keiner sagt, warum.
Warum Einzelunterricht hier den Unterschied macht
Nachhilfe gibt es an jeder Ecke. Große Anbieter, oft in kleinen Gruppen von drei bis fünf Schülern, manche auch online. Für Vokabeln oder Bruchrechnen mag das reichen. Beim Programmieren halte ich Gruppen für die schlechtere Idee.
Der Grund ist simpel. Programmieren lernt man nicht durchs Zuhören, sondern durchs Tippen und Scheitern. Wenn dein Kind bei einer verschachtelten Schleife feststeckt und der Nachhilfelehrer sich gerade um die anderen vier kümmert, sind die zehn Minuten Wartezeit genau die zehn Minuten, in denen die Lust stirbt. Bei mir dreht sich die ganze Stunde um ein Kind und seinen Bildschirm. Läuft der Code nicht, schauen wir sofort gemeinsam drauf. Ich lasse mir den Fehler zeigen, wir lesen die Meldung zusammen, und meistens ist es eine Kleinigkeit – ein vergessener Doppelpunkt, eine falsche Einrückung, ein Groß-Klein-Wirrwarr. Solche Sachen sind zu zweit in Sekunden erledigt und allein ein Abend voller Frust.
Dazu kommt der Punkt, der mir wichtig ist: Ich bin kein Student, der das Fach vor drei Jahren selbst hatte. Ich sitze jeden Tag beruflich vor Fehlermeldungen. Wenn dein Kind mir seinen Code zeigt, sehe ich meistens mehr als den einen Fehler. Ich sehe die Denklücke, die dahintersteckt. Und die zu schließen, nicht bloß die eine Aufgabe, ist mein eigentliches Ziel. Wie ich Online-Unterricht überhaupt aufziehe, steht ausführlich im Überblicksartikel Programmieren lernen für Kinder.
Note retten oder verstehen? Meistens beides
Ich tue nicht so, als ginge es Eltern nicht um die Note. Natürlich tut es das. Wenn in drei Wochen die nächste Klassenarbeit ansteht und im Zeugnis eine Fünf droht, dann arbeiten wir genau darauf hin. Ich lasse mir das Thema geben, wir gehen alte Aufgaben durch, ich baue Übungen im Stil der Arbeit. Das ist gezielte Vorbereitung, und sie wirkt.
Aber das ist die halbe Miete. Eine Note, die durch reines Auswendiglernen zustande kommt, hält bis zur nächsten Arbeit und bröckelt dann wieder. Deshalb versuche ich immer, den Groschen wirklich fallen zu lassen. Warum eine Schleife läuft, wie sie läuft. Warum ein Objekt sich merkt, was es sich merkt. Wenn das sitzt, wird die nächste Klassenarbeit fast von selbst leichter, weil das Kind nicht mehr rät, sondern versteht. Ich hatte einen Schüler, sechzehn, der kam mit einer klaren Ansage: „Ich will nur nicht durchfallen.“ Nach ein paar Wochen schrieb er mir, er habe freiwillig zu Hause weiterprogrammiert. Das war mir mehr wert als seine Drei.
Manchmal klappt das nicht, das gehört zur Wahrheit dazu. Es gibt Kinder, die Informatik als Fach schlicht abgewählt sehen wollen und jede Minute daran hassen. Da bin ich ehrlich und sage im Kennenlernen, ob ich einen Weg sehe oder nicht.
Ab welcher Klasse Nachhilfe Sinn ergibt
Meistens klopfen Eltern von Kindern zwischen dreizehn und siebzehn bei mir an, weil dann der programmierlastige Teil im Unterricht anläuft. Das passt gut, denn genau in diesem Alter greift echter Code am besten. Warum die Jahre ab zwölf ein besonders guter Moment dafür sind, habe ich an anderer Stelle beschrieben.
Jünger geht auch, wenn Informatik schon früher als Wahlfach auftaucht. Und älter sowieso: Ich habe Schüler in der Oberstufe, die sich auf das Informatik-Abitur vorbereiten oder vor dem ersten Semester im Studium den Anschluss nicht verlieren wollen. Die untere Grenze ist bei mir zehn Jahre, nach oben ist offen.
Wenn aus einem „muss“ ein „will“ wird
Das Schönste an dieser Art Nachhilfe passiert, wenn sie sich selbst überflüssig macht. Ein Kind kommt, weil es muss, ackert sich durch die Klassenarbeiten – und merkt irgendwann, dass dieses Programmieren eigentlich Spaß macht. Dass man damit eigene Sachen bauen kann, nicht nur Schulaufgaben.
Dann wird aus der Nachhilfe oft etwas anderes. Der eine will plötzlich ein richtiges Spiel bauen und landet bei einer Engine wie Unity, worüber ich in Unity für Jugendliche geschrieben habe. Der andere entdeckt, dass ihm die Logik hinter allem liegt, und zieht in Richtung App oder Web. Ich schubse da niemanden. Aber wenn der Funke überspringt, freue ich mich jedes Mal – weil aus einem Schüler, der Angst vor dem Fach hatte, jemand geworden ist, der von sich aus den Editor aufmacht.
Was das kostet
Alles läuft online, im Einzelunterricht, zu eurer Wunschzeit. Eine Stunde mit 60 Minuten kostet 39,99 €. Wer am Stück mehr macht, zahlt pro Stunde weniger: 90 Minuten 54,99 €, zwei volle Stunden 69,99 €. Für die Vorbereitung auf eine konkrete Klassenarbeit reichen 60 Minuten meist gut, bei größeren Lücken lohnt sich der längere Block.
Das erste Kennenlernen kostet nichts. Ein halbstündiger Termin, in dem dein Kind mir zeigt, wo es klemmt, und ich einschätze, ob und wie ich helfen kann. Wer neu dazukommt, bekommt mit dem Code NEU2026 einen Rabatt auf die erste Buchung.
Wenn im Zeugnis gerade eine Informatik-Note wackelt und ihr das Gefühl habt, allein kommt ihr da nicht raus: Bucht euch einen kostenlosen Kennenlern-Termin. Bringt eine alte Klassenarbeit oder das aktuelle Thema mit, dann sehen wir in dreißig Minuten, wo der Hebel ist. Fragen vorab gehen an stefan@uhlenberg.dev oder telefonisch an (+49) 177 3328334.
Häufige Fragen zur Informatik-Nachhilfe
Für welche Klassen bietest du Informatik-Nachhilfe an?
Vor allem für die Mittel- und Oberstufe, also grob ab der achten oder neunten Klasse, wenn der Programmierteil im Unterricht startet. Nach oben gibt es keine Grenze – ich begleite auch Schüler bis zum Abitur oder vor dem Studienbeginn. Meine untere Altersgrenze liegt bei zehn Jahren.
Kannst du auch bei der Vorbereitung auf eine Klassenarbeit helfen?
Ja, und das ist ein häufiger Grund, warum Eltern sich melden. Gib mir das Thema und idealerweise eine alte Arbeit, dann üben wir gezielt im passenden Stil. Nebenbei versuche ich immer, das Prinzip dahinter verständlich zu machen, damit die nächste Arbeit leichter fällt.
Welche Programmiersprachen deckst du ab?
Python und Java, die beiden Sprachen, die in der Schule am häufigsten für den Programmierteil genommen werden. Auch Datenbanken mit SQL sind kein Problem. Für reine Theorieblöcke ohne Code bin ich weniger der richtige – da reicht meist das Schulbuch.
Warum online und nicht vor Ort?
Weil Programmieren am Bildschirm stattfindet. Wir teilen den Bildschirm, dein Kind tippt, ich sehe live mit und greife genau da ein, wo es hakt. Kein Anfahrtsweg, freie Zeitwahl, und der Code liegt bei uns beiden vor der Nase.
Mein Kind hasst Informatik inzwischen. Bringt das dann überhaupt was?
Oft schon, weil der Frust meistens von den Lücken kommt, nicht vom Fach. Wenn die ersten Erfolgserlebnisse zurückkommen, dreht sich die Stimmung häufig. Versprechen kann ich es nicht bei jedem Kind – im kostenlosen Kennenlernen merke ich aber schnell, ob ich einen Weg sehe.
Wie schnell sieht man Ergebnisse?
Das hängt von der Größe der Lücke ab. Eine einzelne verpasste Stunde holen wir manchmal in einem Termin auf. Wenn sich über ein halbes Jahr etwas angestaut hat, braucht es ein paar Wochen. Nach der ersten Stunde sage ich dir ehrlich, wie der Stand ist und was realistisch drin ist.